Kommunaler Gesamtplan Verkehr (KGV) Lupfig

öffentliche Mitwirkung

Lupfig Trottmattstrasse

keine Velomassnahmen auf der Trottmattstrasse

 

Die Gemeinde Lupfig erarbeitet den Kommunalen Gesamtplans Verkehr (KGV). In der öffentlichen Mitwirkung begrüsst Pro Velo Brugg-Windisch die allgemeine Stossrichtung, insbesondere

  • die Erschliessung des Reichhold-Areal unter Berücksichtigung des Fuss- und Veloverkehrs (F+VV)
  • die Schliessung der Netzlücke für F+VV zwischen Reichhold-Areal/Hausen und Bahnhof/Industriegebiet Lupfig
  • die Förderung von Bike + Ride Angeboten
  • das Bestreben, die Anbindung an den öffentlichen Verkehr zu verbessern

Lupfig Netzluecke AMAG
 Netzlücke zwischen Hausen und Bahnhof Lupfig

 

Lupfig - wie auch Scherz und Birr - sind prädestiniert fürs Velo, da diverse Bahnhöfe, u.a. Othmarsingen und Dank E-Bike sogar Brugg, in idealer Velodistanz zu den Ortszentren liegen, mit dem öffentlichen Verkehr aber relativ schlecht erschlossen sind. Der Bedarf an sicheren und direkten Veloverbindungen zu diesen ÖV Knoten ist aber leider im KGV nicht ersichtlich.

 

Der KGV anerkennt explizit die empfindliche Netzlücke zwischen Hausen / Reichhold-Areal und Gewerbezone Lupfig / Bahnhof Lupfig. Das Schliessen dieser Lücke ist dringend; da mit dem Bezug des Reichhold-Areals ab 2023 der Verkehr in dîesem Bereich beträchtlich zunehmen wird. Die Massnahmen im KGV lassen jedoch befürchten, dass akzeptable Verbindungen für Fuss- und Veloverkehr noch 10 Jahre und mehr auf sich warten lassen. Pro Velo fordert die zeitnahe Umsetzung einer direkten Route, z.B. entlang des AMAG Areals, wie von uns schon mehrfach vorgeschlagen. Im Rahmen der Planauflage Fuchshalde/AMAG, wurde unser Anliegen wohlwollend zur Kenntnis genommen, aber als nicht im Projektperimeter enthalten abgelehnt. Jetzt ist es an der Zeit für Lupfig, im ureigensten Interesse Farbe zu bekennen.

pvbw KGV Hausen AMAG

Sandgasse soll in Tempo 30 Zone aufgenommen werden

Das verkehrsbelastete Dorfzentrum soll aufgewertet, d.h. Fussgänger freundlicher gestaltet werden. Massnahmen für den Veloverkehr entlang der Hauptstrassen - wohlgemerkt kantonale Velorouten - sucht man jedoch vergeblich. Die schwammigen «Kann-Formulierungen» lassen befürchten, dass diverse Massnahme im konkreten Fall sehr schnell dem Rotstift zum Opfer fallen dürften.

Die Massnahmen für den motorisierten Individualverkehr sind hingegen sauber ausgearbeitet. Lupfig verfügt über keinerlei Parkierungsreglement und gedenkt auch weiterhin einfach "genügend Parkplätze zur Verfügung zu stellen". Dies, obwohl der KGV klar anerkennt, dass die geplante Kapazitätserweiterung des Seebli-Knotens ein beträchtliches Risiko für Mehrverkehr durch Lupfig birgt und erwiesenermassen Parkplätze einer der Haupttreiber für Ziel-Quell-Verkehr sind.

Der Gipfel ist jedoch die Zielformulierung «Velofahrende sind auch in Zukunft auf den direktesten Wegen akzeptiert». Man lasse sich dies auf der Zunge zergehen: Wir müssen dankbar sein, auch weiterhin neben den SUVs geduldet zu sein.

Pro Velo hat im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens diverse Verbesserungsvorschläge angebracht, damit aus dieser Vorlage ein nachhaltiger Plan für Lupfig und die Region wird.

 

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